Fast 260 Vorschulkinder bei zweiten Verkehrssicherheitstagen


Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr gingen die Verkehrssicherheitstage für die Vorschulkinder der Viernheimer Kindertagesstätten bei ihrer zweiten Auflage gleich an zwei Tagen über die Bühne. Auf dem Sportgelände an der Lorscher Straße konnten die Kooperationspartner Kinderschutzbund, TSV Amictia, Polizeipräsidium Südhessen und Stadtpolizei (Ordnungsamt) am 27. (erstes Bild)  und 28. Mai (zweites Bild) insgesamt rund 260 Kinder aus den Kitas St. Michael, Kapellenberg, Kinderdörfel, Waldkindergarten, Kirschenstraße, Arche Noah, St. Hildegard, Mariaward, Entdeckerland, Bewegte Kita, Gänseblümchen und Kita Musica begrüßen. Fünf Stationen warteten an den beiden Vormittagen bei wunderbarem Wetter auf die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 

Eine der Stationen ist die Vorführung des Film "Herr Bollo lebt gefährlich". Bollo geht schon mal bei Rot über die Straße, schnallt sich im Auto nicht an oder biegt ab, ohne auf die Vorfahrt der anderen zu achten. Der wenige Minuten lange Film ist Anschauungsmaterial für Vorschulkinder – und es zeigt, wie man sich im Verkehr nicht verhalten sollte. Oder viel mehr, wie es besser und sicherer geht.

An beiden Tagen lief in der TSV-Halle der kindgerechte Lehrfilm "Herr Bollo lebt gefährlich". Ralf Drexelius arbeitete am ersten Tag mehrfach mit kleinen Kita-Gruppen, Gert Wagenbach versammelte am zweiten Tag alle Kita-Kinder.
An beiden Tagen lief in der TSV-Halle der kindgerechte Lehrfilm "Herr Bollo lebt gefährlich". Ralf Drexelius arbeitete am ersten Tag mehrfach mit kleinen Kita-Gruppen, Gert Wagenbach versammelte am zweiten Tag alle Kita-Kinder.

Wie wichtig es ist, das Fahrrad im Griff zu behalten, bringt Tobias Bläß von der Stadtpolizei den Kindern an der zweiten Station näher. „Die Hände am Lenkrad halten“, wendet er sich an die Gäste. Nur eine Hand darf ausgestreckt werden, um das Abbiegen anzuzeigen. Bläß erklärt ebenfalls, worauf man beim Fahrradhelm achten muss: Die Reifen sollten gut aufgepumpt sein, ungemein wichtig sind Licht und reflektierende Kleidung, um besser gesehen zu werden. Bläß zeigt auch, worauf man bei Fahrradhelmen achten muss und wie man sie richtig aufsetzt.

Was im Bollo-Film gezeigt und besprochen wurde, vertiefen an der dritten Station die Polizisten Bayram Gül und Gert Wagenbach gemeinsam mit Gerlinde Mandel vom Kinderschutzbund. Für die Aktion hat der TSV auf seinem Gelände eigens einen Zebrastreifen markiert, und die Polizei hat eine kleine Ampel mitgebracht. In Zweiergruppen üben die Kinder das Überqueren der Straße in verschiedenen Situationen: an einer Ampel, an einer Stelle mit Sichthindernis und an einem Zebrastreifen. Links, rechts, links schauen, Handzeichen geben, Blickkontakt mit dem Autofahrer suchen, und nicht mitten auf der Straße stehen bleiben, wenn die Ampel von Grün auf Rot schaltet: Das alles haben die meisten jungen Gäste schon verinnerlicht.

"Man merkt, dass die Kinder sehr weit sind und viel wissen“, freut sich Giovanni Marseglia von der Stadtpolizei. Er beschäftigt sich seit langem mit Verkehrserziehung und stellt fest, das sei vor ein paar Jahren noch ganz anders gewesen. Gemeinsam mit seinen Kollegen Alan White und Phillip Curry betreut er die vierte Station, bei der zwei Polizeiautos unter einem Vordach geparkt haben. Die Kinder dürfen im Polizei-Van Platz nehmen, das Blaulicht auslösen, sich die technischen Möglichkeiten erklären lassen. Kindersitze und Sitzerhöhungen stehen bereit, und die jungen Gäste zeigen den drei Polizisten, dass sie sich schon richtig anschnallen können. Außerdem erfahren die Kinder einiges über die vielfältige Arbeit der Polizei. Phillip Curry zeigt ihnen unter anderem, wie Handfesseln benutzt werden.

Unterdessen tollen die Kinder an der fünften Station auf dem kleinen Rasenplatz herum. Hier haben Emma Usler und Dante Aruna vom TSV Amicitia Bewegungsspiele vorbereitet, bei denen die Erzieherinnen und Erzieher kräftig mithelfen. Ein paar Jungs und Mädchen jagen dem Ball hinterher und schießen auf ein kleines Tor, andere vergnügen sich bei Dosenwerfen, Tauziehen oder Balance-Übungen.

Mit den Verkehrssicherheitstagen ist die Unterstützung des Kinderschutzbunds für die Tagesstätten noch nicht abgeschlossen. Der Verein hatte zuvor abgefragt, welche Kinder finanzielle Hilfe bei der Anschaffung eines Fahrradhelms brauchen. Benötigt werden in diesem Jahr 22 Helme, im vergangenen Jahr hatte der KSB 18 Stück angeschafft.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Bei der zweiten Verkehrssicherheitsaktion kamen am 27. und 28. Mai an die 260 Kinder aus zwölf Kitas zum Sportgelände in der Lorscher Straße. Mit dabei waren Kitas St. Michael, Kapellenberg, Kinderdörfel, Waldkindergarten, Kirschenstraße, Arche Noah, St. Hildegard, Mariaward, Entdeckerland, Bewegte Kita, Gänseblümchen und Kita Musica
  • Aufgebaut waren fünf Stationen: ein kurzer Film zu Alltagssituationen, ein Gehwegtraining, eine Polizeiauto-Station, eine Fahrrad- und Helmstation und Bewegungsangebote
  • Als Kooperationspartner konnte der Kinderschutzbund Polizeipräsidium Südhessen, Stadtpolizei und TSV Amicitia gewinnen
  • Als Helferinnen und Helfer waren im Einsatz: Ralf Drexelius, Bayram Gül, Gert Wagenbach (Präsidium Südhessen), , Tobias Bläß, Giovanni Marseglia, Alan White, Phillip Curry (Stadtpolizei), Emma Usler, Dante Aruna, Frank Schenkel, Jochen Roth, Wolfgang Merkel (TSV Amicitia), Gerlinde Mandel, Petra Schander, Ulrike Thiesler-Bähr und Bertram Bähr (Kinderschutzbund)
  • Begleitend zur Aktion finanziert der Kinderschutzbund für die teilnehmenden Kitas Fahrradhelme. Sie kommen den Vorschulkindern zugute, für deren Familien eine solche Anschaffung eine große finanzielle Belastung darstellt. Beschafft wurden 18 Helme